TopMap – Entwicklung eines Echtzeitkartensystems

Anforderung

Das Geo-Informations-System (GIS) sollte in Echtzeit arbeiten, projektionsgerecht visualisieren und im Verbund mit anderen Modulen als Teil eines größeren Systems fungieren. Dabei war die einfache Einbindung in andere Applikationen Grundvoraussetzung.

Umsetzung

Unser Team hat die Spezifikation erarbeitet, abgestimmt und in mehreren Teilschritten und Prototypen umgesetzt.

In einer Evaluierung von mehreren Produkten wurde TeNet MapLink Pro als zugrunde liegende Kartenbibliothek ausgewählt, da unter anderem die einfache Umstellung auf eine beliebige Kartenbasis möglich ist. Die Realisierung erfolgte über eine Client-Server-Architektur. Ziel war die nahtlose, für den Benutzer unsichtbare Integration zwischen fremden Clients und der Kartenapplikation TopMap.

Im Server laufen Dienste, die von beliebig vielen Fremd-Applikationen gleichzeitig genutzt werden können. (Für die Entwicklung dieser Applikationen stehen Client-Bibliotheken zur Verfügung.) Zur Ergebnisdarstellung werden Objekte (Orte, Peilungen, Distanzkreise, Azimute usw.) über XML-Telegramme an den Server übergeben, der die Visualisierung im TopMap-Client nach den vorgegebenen Parametern übernimmt – hierbei ist die Art der Darstellung (Detaillierungsgrad, Symbolik, Farbgebung usw.) hoch konfigurierbar.

Der Client läuft als eigenständige GUI-Anwendung parallel zu den anderen Applikationen auf den Arbeitsstationen.

Ein effizientes Arbeiten wird dort vor allem mit mehreren Monitoren möglich. TopMap-Client und -Server beschränken sich rein auf die Darstellung von Karten und Kartenobjekten. Befehle für Verarbeitungen und Berechnungen werden entgegengenommen und an die entsprechende Applikation weitergeleitet.

So entsteht beim Benutzer der Eindruck eines Systems, obwohl streng genommen mehrere Teilsysteme vorliegen.